Hautpflege bei Chemotherapie, Kann ein gesunder Lebensstil vor einer Krebserkrankung schützen?, desiderm® Germany

Kann ein gesunder Lebensstil vor einer Krebserkrankung schützen?

Die Deutsche Krebsgesellschaft hat einige Regeln aufgestellt, die es Krebszellen schwer machen, sich im Körper auszubreiten.  Wissenschaftler des deutschen Krebsforschungs-Zentrums (DKFZ) in Heidelberg haben gezeigt, dass ein gesundes Dasein mehr als ein Drittel aller Krebsfälle verhindern könnte.

Rauchen

Auf jeder Zigarettenschachtel kann man lesen, dass Rauchen Krebs verursacht.  Auf das Rauchen gehen mindestens 89 Prozent der Lungenkrebserkrankungen bei Männern und 83 Prozent bei Frauen zurück.

 

Übergewicht

Bei Übergewicht kann sich mein Krebsrisiko erhöhen. Das Fettgewebe beeinflusst meinen Hormonhaushalt und den Stoffwechsel im Körper: Brustkrebs bei Frauen nach der Menopause, Dickdarmkrebs oder Nierenzellkrebs können die Folge sein.

 

Ernährung

Etwa acht Prozent aller Krebsfälle sind Folge einer ungesunden Ernährung. Abzuraten ist vor allem von rotem Fleisch und Wurst, z.B. entstehen beim Pökeln und Räuchern krebserregende Stoffe. Gesund essen heißt: Getreide, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse. Eine ausgewogene Ernährung hält das Krebsrisiko in Schach.

 

Alkohol

Die Formel hierzu ist: weniger ist besser! Man muss nicht auf ein Glas Wein verzichten sollte aber Wissen, dass Alkohol ein Risikofaktor für:  Krebs in der Mundhöhle, der Speiseröhre, des Kehlkopfes, des Magens, der Leber und in der Brust verursachen können .

 

Bewegung

Regelmäßige Bewegung senkt das Krebsrisiko. Wichtig sind hierbei Ausdauer und Regelmäßigkeit:  Als besonders effektiv gelten Ausdauersportarten, die mit einem hohen Energieverbrauch einhergehen, z.B. Schwimmen, Radfahren, Tanzen oder Joggen. Die Trainingsbelastung sollte auf die körperlichen Fähigkeiten und die Belastbarkeit abgestimmt sein und im Zweifelsfall mit einem Arzt abgesprochen werden.
Auch Aktivität im Alltag ist gut: Treppensteigen, statt Lift benutzen, lieber mal das Auto stehen lassen und zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren – Möglichkeiten, sind  zu bewegen gibt es viele !

 

Sonne

Sonne kann Hautkrebs fördern, das wissen inzwischen die meisten Menschen in Europa. Wer sich ständig in die Sonne legt, stresst seine Hautzellen durch die UV-Strahlung, vor allem Kinder sollten geschützt werden. Bei jedem Sonnenbrand wird das Erbgut der Hautzellen irreparabel geschädigt. Weniger bekannt ist, dass auch das Risiko für eine seltene Form von Augenkrebs steigt. Sonne und Solarien gelten daher inzwischen als „eindeutig krebserzeugend“.

 

Impfen

An Impfstoffen gegen Krebs wird weltweit geforscht. Gegen Gebärmutterhalskrebs wurde bereits ein wirksamer Impfstoff entwickelt: Seit 2006 gibt es eine Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV), die Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Geimpft werden sollten Mädchen ab dem Alter von 9 Jahren.

 

Vorsorge

Für viele Krebsarten gibt es eine Reihe von Vorsorgeuntersuchungen. Bei rechtzeitigem Erkennen können viele Tumore erfolgreich behandelt werden. Etwa bei der Darmspiegelung  kann man schon bei der Untersuchung Krebsvorstufen erkennen und entfernen, sodass erst gar kein Krebs entsteht. Wer genetisch vorbelastet ist, sollte auf jeden Fall regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen gehen!

 

(Quelle: Krebsinformationsdienst, Stuttgarter Zeitung/Tanja Volz, Bild von Sven Hilker auf Pixabay)